Wer träumt nicht davon, mit einem Schlag alle Fettpölsterchen an den Problemzonen loszuwerden? Ohne mühselige Diäten und schweißtreibende Gymnastik, und am besten innerhalb eines Tages. Mit einer Fettabsaugung können diese Träume durchaus Realität werden, 2–3 kg Körperfett kann man schon bei einem einzigen Eingriff loswerden, und das noch dazu ganz gezielt an bestimmten Körperstellen, wie Bauch, Beinen oder Po. Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung in vielen Krankenhäusern durchgeführt und gehört mittlerweile schon zur Routine auf den Abteilungen für Plastische Chirurgie. Das heute übliche, sehr schonende Verfahren wurde erstmals von einem kalifornischen Arzt angewandt, und im Laufe der Zeit auch bei uns immer weiter verbessert. Die Risiken sind denkbar gering, Komplikationen treten praktisch so gut wie nie auf, und die Erfolge können sich wirklich sehen lassen. Einzig nach dem Eingriff muss noch ein so genanntes Kompressionsmieder getragen werden, in den meisten Fällen bis etwa 4-6 Wochen nach dem Eingriff – das kann aber mit einem neueren Verfahren, bei dem feinere Kanülen eingesetzt werden, mittlerweile auch auf wenige Tage verkürzt werden. Nach dem Vorbereitungsverfahren, Tumeszenz-Anästhesie genannt, bei dem ein Gemisch aus Wasser, Natriumbicarbonat und einem Betäubungsmittel unter die Haut gespritzt werden, wird abgewartet, bis die Fettzellen, die entfernt werden sollen, das Gemisch vollständig aufgenommen haben, was üblicherweise nach etwa einem Tag der Fall ist. Damit lassen sie sich leichter aus dem umgebenden Bindegewebe lösen, und die umliegenden Gewebestrukturen werden wesentlich weniger geschädigt. Beim Eingriff selbst werden kleine Hautschnitte gesetzt, durch die dann etwa 3-8 mm dicke Kanülen unter die Haut geschoben werden. Eine Pumpe saugt die nunmehr gelösten Fettzellen unter der Haut ab. Alternativ kann auch mit sehr viel feineren Kanülen, die nur etwa 1–2 mm Durchmesser haben, gearbeitet werden, allerdings kann dadurch insgesamt weniger Fett abgesaugt werden. Dafür brauchen die Hautschnitte wegen ihrer geringeren Größe nicht mehr nahtmäßig versorgt werden, und die Heilungsdauer, ebenso wie die Notwendigkeit für ein Kompressionsmieder sinken von 4-6 Wochen auf wenige Tage. Die Möglichkeit des Fettabsaugens ist allerdings, soviel sei noch angemerkt, natürlich keine Alternative zu gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung. Beides ist ja nicht nur zur Gewichtsreduktion, sondern auch aus einer Menge anderer Gründe unabdingbar und notwendig. Für eine massive Gewichtsreduktion ist Fettabsaugen auch nicht geeignet, dafür ist die Menge an Körperfett, die pro Eingriff gefahrlos entnommen werden kann, dann doch zu gering. Fettabsaugen bietet lediglich eine Möglichkeit, Fettpölsterchen dort loszuwerden, wo sie auch durch gezieltes Training und Ernährungsumstellung nur schwer zu bekämpfen sind.

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